Besuch bei der Beschäftigungsindustrie

Ein Spaziergang in Neukölln

Seit Einführung von Hartz IV wird auch in Berlin die Tradition gepflegt, dass Arbeitslose und Unterstützer/innen gemeinsame Spaziergänge zu den Nutznießern und Mitverantwortlichen von Armutspolitik und Arbeitszwang unternehmen : zu Ämtern, Beschäftigungsträgern und deren Einsatzstellen. Die Leitfragen sind: Wo und wie werden sogenannte Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs oder Arbeiten im ÖBS) durchgeführt, was tun die Leute dort, wie werden sie behandelt, welche Probleme haben sie, wer profitiert dabei?

Vieles bleibt herauszufinden, denn manches liegt im Dunkeln. Gerade in Berlin ist seit den 1980er Jahren ein Geflecht von Qualifizierungs- und Beschäftigungsträgern entstanden, eine regelrechte Sozialindustrie. In der breiten Öffentlichkeit aber ist kaum etwas über die Kooperation von Senat, Jobcentern, Bezirken und den Trägern bekannt. Im Rahmen des Spaziergangs, für den eine schöne Route in Planung ist, soll deshalb dieser Sektor an Fallbeispielen näher beleuchtet und politisch bewertet werden. Und nicht zuletzt wollen wir das Gespräch mit den Betroffenen selbst suchen.

Ein Hauptaugenmerk wird dabei sicherlich auf der lokalräumlichen Einbindung der Arbeitsgelegenheiten im Kontext des Quartiersmanagements bzw. der kiezbezogenen Sozialarbeit liegen.

Treffpunkt: Mittwoch, d. 6.10.2010 um 11. 30 Uhr
am Reuterplatz in Neukölln
Veranstalter: AG Beschäftigungsindustrie

Um ca. 14 Uhr sind wir dann in der Lunte und werten bei Kaffee und Essen die Aktion aus.





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