Am 1. Oktober ist Zahltag am Jobcenter Neukölln

Gemeinsam besuchen wir eines der miesesten Jobcenter von Berlin und errichten dort ein Temporärers Soziales Zentrum. Wir wollen unserer Überzeugung Ausdruck verleihen, dass eine soziale Absicherung ein Recht ist, welches allen zusteht. Für dieses Recht tricksen wir mal individuell auf dem Amt, am besten jedoch erstreiten wir es kollektiv und solidarisch.

Auch wenn es uns eigentlich fern liegt, Forderungen an den Staat zu stellen, wollen wir uns innerhalb der herrschenden Ordnung weder unsere Rechte nehmen oder beschneiden, noch uns entwürdigen oder drangsalieren lassen. Es ist kein Fehler, im real exisierenden Kapitalismus nicht mithalten zu können oder zu wollen!

Doch dafür braucht es Austausch, Wissen, Vertrauen, Zeit und vieles mehr. Unser temporäres Soziales Zentrum ist ein Vorgucker, wie kraftvoll und vielfältig Widerstand sein könnte und kann, wenn wir uns zusammentun.

Von hier aus werben wir dafür, im Rahmen der Herbstaktionstage gemeinsam gegen die Politik der sozialen Kälte aktiv zu werden. Ob bei der Demo gegen Gentrifizierung, in der Abenduni zum Thema Kiezpolitik oder mit dem Erwerb einer Busfahrkarte zur Demo nach Oldenburg.
In Fällen, in denen dies den individuell Betroffenen möglich und wünschenswert scheint, setzen wir den Zahltag kollektiv um, so wie es unseren FreundInnen in Köln und anderen Städten schon häufig gelang.

Keiner muss an diesem Tag allein zum Amt – solidarische Beistände begleiten sich gegenseitig.
Bei frischen Brötchen und Kaffee beratschlagen wir, wie es sich am besten im Jobcenter protestieren lässt und setzen dies im besten Fall auch gleich gemeinsam um.
Und weil es sich gut informiert gleich viel selbstbewusster Auftreten lässt, stellen parteiliche Beratungsinitiativen ihre Arbeit vor und geben Tipps gegen die Ämterwillkür.

Was sonst noch passiert, hängt von uns allen ab, die wir uns an diesem Tag im und am Jobcenter begegnen:

  • Vielleicht küren wir endlich die fiesesten SachbearbeiterInnen von Neukölln, verbunden mit der nachdrücklichen Auffoderung, dass sie sich ändern….
  • Vielleicht gestalten wir das Jobcenter nach unseren Wünschen um…
  • Vielleicht gerät die Warteschlange für den Erstantrag zur Kundgebung gegen Behördenwillkür in Bewegung und endlich einmal muss niemand unverrichteter Dinge nach Hause gehen.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt – außer denen, die wir uns selbst auferlegen

Wer sich an der Vorbereitung beteiligen möchte, komme am Montag, 30.8.
um 19 Uhr zur Versammlung „Zusammen gegen das Jobcenter Neukölln“.
Salvador- Allende- Club, Jonasstr.29, Neukölln
Mehr lesen: „Zusammen! gegen das Jobcenter Neukölln“

Ansonsten gehts los am Freitag 1.10., 9-12 Uhr mit einer Kundgebung und Errichtung eines temporären sozialen Zentrums vorm Jobcenter Neukölln (Kindl-Boulevard), Eingang Mainzer Straße,
und dann einer Demo um 12 vom Jobcenter zum Hermannplatz!


1 Antwort auf „Am 1. Oktober ist Zahltag am Jobcenter Neukölln“


  1. 1 Herbstaktionstage: Berlin on sale – nicht mit uns! at Gentrifizierung in Berlin Pingback am 07. Oktober 2010 um 21:44 Uhr
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